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Geschichtsstudium/Geisteswissenschaften

Veröffentlicht in: Forum > Geisteswissenschaften

Ich kann allen hier, die noch vor der Studiumswahl stehen, nur raten, ein technisches , verwaltungstechnisches wirtschaftliches oder medizinisches Studienfach zu suchen. Klar, das ist alles trocken, man muss viel langweiliges Zeugs über sich ergehen lassen. Aber alle Studienfächer, die vorgauckeln, interessant, witzig "nett" zu sein, Philosophie, Germanistik, Romanistik, irgendeine Archäologie, Geschichte , Völkerkunde, jegliche Geisteswissenschaft....das ist alles "voll für'n ***"...In den Zeitungen liest man zwar, das die Aussichten nicht immer gut sind, gleichzeitig auch das auch Geisteswissenschaftler irgendwo unterkommen. Das ist einfach nicht wahr. Der Großteil hangelt sich nur so herum. Da ist es besser , NICHT zu studieren, eine ordenliche Ausbildung zu machen, etwa als Beamter. Etwas rein aus Interesse zu studieren, ist ja nett. Aber: jeder von uns isst und trinkt gerne. Wird man deshalb gleich Diplomessensvetilger? Nö! Genauso verhält es sich mit den Geisteswissenschaften. Eigentlich sollte der Staat dort aktiv werden. Mehr Stellen und Plätze bei den technischen Berufen schaffen, damit kein zu großer Konkurenz- und Aussiebedruck besteht und mehr junge Leute technische Abschlüsse erlangen. Gleichzeitig sollten den fiesen Lebensfallen der Geisteswissenschaften die öffentlichen gelder entzogen werden. Ok, man kann das studieren, weil man es liebt und wenn man sowieso keine Ahnung hat, was man machen möchte und nur ein Studienfach sucht, das man irgendwie schaffen kann, weil man dort gut vorgebildet ist. Aber irgendwann, spätestens nach dem Abschluss holt jeden die Realität ein. Geisteswissenschaften sind mehr oder minder selbsterhaltend, etwa wie Latein an der Schule, das auch nur eine verschwindent geringen Zahl einiger tausend Menschen später im Beruf braucht, und Ärzte nehme ich hiervon ausdrücklich aus. Wer nicht eine von den immer weniger werdenden Stellen an den Universitäten findet (eigentliche alle Stellenanzeigen liefen auf die Note 0,7 oder 1,0, dann aber mit 3-4 Referenzen, hinaus), hat dann zwar ein Hochschulstudium, kann damit aber nichts anfangen. Denn für alles was Geisteswissenschaftler angeblich können, gibt es, oh Wunder, dann noch studierte (!) Fachkräfte...Klar, mein eigener Fehler... habe Elektrotechnik nicht geschafft und dann etwas gesucht , was meinen Hobbies entsprach... ach, wäre mein Hobbie doch gewesen, Durchschläge abzuheften, dann wäre jetzt vieles leichter.
Egal, was propagiert wird. Studium soll Spass machen etc. Soll es nicht --- Es ist eine Ausbildung. Man sollte sich bei der Wahl ders Studiums unbedingt an den Anforderungen der Wirtschaft orientieren. Sicher, wenn alle etwas Technisches studieren, wird es am Arbeitsmarkt auch enger. Na und? Als Geisteswissenschaftler kommt man nicht mal in die Nähe von eng. IHR denkt jetzt: Ach, es wird sich schon was finden? Ja, so haben alle gedacht... Ich auch.... Es findet sich aber nichts.
Ach, Zusatzqualifikationen erwerben? Etwa in VWL/BWL? Schön, warum nicht gleich VWL/BWL studieren? Die immer nageführten mangelnden Zusatzqualifikationen dienen nur dazu vorzugaukeln, das es sich trozdem lohnen würde. Die Stellen an den Universitäten werden dann später zum Großteil von Verwandtschaft und Bekanntschaft der Dozenten bzw. anderer wichtiger Historiker/Geisteswissenschaftler besetzt. Glaubt ihr nicht? Schön, findet es selber heraus.

Und jetzt habe ich mir damit glaube ich auch noch mein einzges Hobbie und Rückzugmöglichkeit verleidet.

Unbestreitbar: Geschichte macht riesig viel Spass vor und während des Studiums. aber das Studium ist irgendwann vorbei.

07.06.2011 12:44


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